Norderelbbrücken
Das Projekt
Die Norderelbbrücken bilden das zentrale Eingangstor zum Hamburger Eisenbahnknoten für nahezu den gesamten Schienenverkehr aus dem Süden. Sämtliche Züge der europäischen Bahnmagistrale Malmö–Maschen–Mailand, die von oder in Richtung Süden verkehren, müssen diese Querung passieren. Gemeinsam mit den Schwesterbrücken über die Süderelbe sind sie ein unverzichtbarer Bestandteil einer leistungsfähigen Schieneninfrastruktur sowie des internationalen Personen- und Güterverkehrs.
Auf zwei Überbauten führen die Strecken 2200 und 1280 über die Norderelbe. Die Widerlager stammen aus dem Jahr 1870, die heutigen Überbauten wurden 1926 errichtet. Insgesamt queren vier Gleise auf den Brücken die Elbe. Neben dem Fern- und Regionalverkehr wird die Querung intensiv vom Güterverkehr genutzt. Täglich verkehren rund 660 Züge über die Eisenbahnüberführung.
Mit einem Alter von über 100 Jahren hat die Eisenbahnüberführung das Ende ihrer technischen Nutzungsdauer erreicht und muss ersetzt werden.
Um den Eisenbahnbetrieb während der Bauzeit aufrechterhalten zu können, ist vorgesehen, in unmittelbarer Nähe der bestehenden Brücken temporäre Umfahrungen herzustellen. Art und Umfang der hierfür notwendigen baulichen Maßnahmen sind derzeit noch offen und werden in den kommenden Planungsschritten konkretisiert.
Die Machbarkeitsstudie wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Jahr 2023 begann die Leistungsphase 2 mit der Erstellung der Vorplanung. In dieser Phase wurden die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie vertieft und weiter ausgearbeitet. Dazu wurde ein Planungswettbewerb durchgeführt, der die Entwicklung unterschiedlicher Varianten für den Ersatzneubau, geeignete Bauverfahren, Tragwerkskonzepte sowie die gestalterische Ausformung der Brücken umfasste. Der bildet die Grundlage für die Entwurfsplanung, die künftig belastbare Aussagen zu Bauzeiten und Baukosten ermöglichen wird.
Die Entwurfsplanung hat Ende 2025 gemeinsam mit dem Gewinner des Planungswettbewerbs begonnen. Nach derzeitigem Stand wird von einem Baustart gegen Ende der 2020er Jahre ausgegangen.
Der Zeitplan
Digitaler Infomarkt
Das Projekt in Zahlen
sind die Brücken lang
liegen auf den Brücken
sind die Brücken breit
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